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Webentwicklung

CCleaner Datenskandal

07 Aug, 2018

Das Tool

Viele Leute die an PCs arbeiten, kennen und lieben ihn. Den CCleaner. Ein praktisches Tool zum Beschleunigen Ihres Rechners. Er vereinfacht das Aufräumen, lässt Deinstallationen zu und ermöglicht das Säubern Ihres PCs. Geschwindigkeitsanstieg, ist häufig die Folge. Das Tool bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten. Viele der Optionen sind zwar auch im Standard Windows selbst integriert, aber nicht so übersichtlich oder zentralisiert wie beim CCleaner. Er bietet also neue Möglichkeiten und kombiniert diese in einer cleveren Ansicht mit bereits herkömmlichen Funktionen von Windows. Doch was genau macht den Erfolg des Tools aus?

Die Benutzeroberfläche. Das Programm verdient den Erfolg durch die einfache Bedienung. Das Tool ist nicht nur unglaublich mächtig, sondern auch kinderleicht zu verstehen. Selbst die kostenlose Version des Tools bietet schon die wichtigsten Funktionen. Doch nun haben einige findige Nutzer ein Verhalten bemerkt, das dem Image des sauberen Tools schaden könnten.

Ein weiterer Überwachungsskandal, wir sind echt (nicht) überrascht

Das Problem am Tool? Es war einfach skandalfrei. Es hat genau das gemacht, was man wollte, war kostenfrei, einfach in der Bedienung, schnell in der Installation und gut in der Leistung. Die Nutzer waren so zufrieden, weil es keine Werbung gab und eine saubere Arbeit. Die Probleme traten erstmals beobachtet in der Version 5.45 der beliebten Software auf. Der Antivirenhersteller Avast, welcher Ccleaner und die dahinterstehende Firma Piriform (zu Deutsch etwa Birnenform), im Juli 2017 kauft, kam bis jetzt mit den Versionen 5.00 und aufwärts nicht gut weg. Erst wurde in der Version 5.33 welche im August 2017 erschien, die Software mit einer Art Maleware infiziert. Die Datei war von Piriform signiert schien aber, einen zusätzlichen Installer zu enthalten, welcher Maleware bereithielt. Diese Maleware nahm Daten von großen Firmen ins Visier. Am 18 September meldete Piriform die Infektion und gab an, dass 2.7 Millionen Nutzer die Version schon besitzen. 700.000 PCs sollen befallen worden sein. Kurioserweise wurde kurz nach der Infektion von Avast eine Empfehlung rausgegeben, der Avast Antivirus gegen solche Infektionen hilft. Dies waren jedoch nicht alle Probleme, die Avast mit seiner neuen Tochterfirma hatte.

Version 5.45

Auch die Version 5.45 machte Probleme. Dieses Mal jedoch ganz anderer Natur. So sorgte die Version 5.45 für Aufruhr, weil das Tool nun die Daten der Nutzer automatisch sammelte. Und sich diese Funktion auch nichtmehr nehmen lassen wollte. So sendete der CCleaner alle 12 Stunden automatisch Daten an Hersteller. Genannt wird diese regelmäßige Berichterstattung Heartbeat. Man konnte das Kontrollkästchen bei Datenschicken zwar abwählen, aber ein Neustart sorgte für die Reaktivierung des Häckchens. Zudem wollte das Programm auch nichtmehr geschlossen werden. Ein Schließen des Programms sorgte nun nur noch dafür, dass das Programm in den Hintergrund verschwand. Dort schickte es fröhlich weiter Daten an die Firma. Ein Statement, warum diese Funktion integriert wurde, brachte nur eine schwammige Aussage als Antwort. So sollte die Funktion der Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit dienen und das Tool optimieren. Ziemlich schwach finden wir. Inzwischen ist die Version 5.45 nichtmehr zum Download über Avast interne Seiten freigegeben, stattdessen wird dort die Version 5.44 angeboten, welche ohne sichtliches Spionagetool ausgeliefert wird.

Wir von der my Webnet GmbH sind gespannt, was Avast als Nächstes mit seiner Neuinvestition vorhat.