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Webentwicklung

Google von Kritikern aus Berlin verjagt

08 Nov, 2018

Google zieht Start-Up Campus in Berlin zurück

Der Suchmaschinenriese ist dafür bekannt, in verschiedenen Ländern Campusse für Start-Ups aufzubauen, um diese zu unterstützen und in ihrem Unternehmen voranzutreiben. Doch nicht allen Menschen, die im unmittelbaren Umfeld leben, gefällt das auch.

Berlin die Unternehmer-Stadt

Es ist nichts neues, dass Berlin ein Hot-Spot für junge und neue Unternehmer ist, die ihr eigenes Geschäft aufbauen wollen. Start-Up Unternehmen, wie SOLYTIC, voiio oder Talentese, sind nur einige der zahlreichen Unternehmen, die in Deutschlands Hauptstadt großes erreichen wollen. Und bislang hat Berlin perfekte Bedingungen dafür geboten. Im Jahr 2015 kam eine Summe von knapp 2,1 Milliarden Euro Start-up-Risikokapital zusammen. Tatsächlich sogar noch mehr als nach London, wo es nur 1,7 Milliarden Euro waren. Der Start-up-Zuwachs war in keinem anderen Bundesland so groß, wie in der Millionenstadt. Denn nirgendwo gibt es so viel und günstigen Raum, sowie junge, engagierte Leute. Doch nicht alle Einwohner, sind zufrieden mit diesem Anstieg an Start-Ups.

Grund für Googles Rückzug

Als die Nachricht kam, dass der Internetgigant Google, nun auch in Berlin einer seiner berühmten Start-Up-Campusse errichten will, war vor allem bei Politikern die Freude groß. Denn Berlin würde dadurch nur noch erfolgreicher werden, was die jung-Unternehmen angeht. Doch genauso wie viele ganz begeistert von dieser Idee waren, gab es auch zahlreiche Kritiker. Tatsächlich kam es sogar zu Protesten, gegen diese Google-Unternehmung. Initiativen wie „Google Campus & Co verhindern“ gingen an die Öffentlichkeit mit ihrer Kritik und meinten, dass die Gefahr bestehe, dass durch die Gentrifizierung der gut verdienenden Neubürger, die Alteingesessenen in Berlin zunehmend verdrängt werden würden. Viele dieser Protestler sagten ebenfalls Dinge, wie „Google ist einfach ein mieser Konzern, der mit Geheimdiensten und Militär zusammenarbeitet und nicht am Gemeinwohl interessiert ist“ und wollten mit Mitteln, wie Besetzungen ihr Ziel erreichen. Doch auch ohne intensivere Vorgehensweisen, entschied sich Google für seinen Rückzug.

Politiker sehen schwarz für Berlins Erfolg

Alles andere als erfreut über diesen Rückzug, waren die Politiker und Wirtschaftsexperten. „Google wäre eigentlich eine Bereicherung für Kreuzberg gewesen“, sagte der Geschäftsführer des Instituts für Strategieentwicklung (IFSE), Hergen Wöbken. Denn der Campus des Millardenunternehmens, sollte ursprünglich in ein Industriegebäude in Kreuzberg einziehen. Nun werden ab Frühjahr 2019 gemeinnützige Organisationen, in dem 3000 Quadratmeter großen Industriegebäuden einziehen. Letztendlich besteht einfach die Sorge, dass Berlins Erfolg, hinsichtlich der Start-up-Ansiedlung, immer geringer wird. Und das so ein bedeutsames Unternehmen, wie Google, in Zeiten der Berliner Start-Up-Krise, seine Pläne für einen Campus auch noch zurückzieht, lässt die Hoffnung auf Berlin, als Startup-Hotspot sehr verblassen.