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Webentwicklung

Google plant zensierte Suchmaschine in China

17 Aug, 2018

Beginnen wir mal mit der Einführung, bevor man direkt in die Thematik einsteigt, dass am heutigen Tag heizbergehrt diskutiert wird.

Great Firewall

China hat im Jahre 1998 ein Projekt gestartet, welches auf Englisch Golden Shield Project hieß. Auf Deutsch sagt man dazu, Projekt Goldener Schild oder auch Große Firewall (englisch: Great Firewall) von China. Dieses Projekt soll den Internetverkehr in China überwachen und zensieren. Das Projekt wurde jedoch erst 5 Jahre später im gesamten Land in Betrieb genommen. China wollte zu dem Zeitpunkt eine digitale wachsende Partei verhindern. Wir selber wissen, wie schnell man Personengruppen durch soziale Medien zu etwas bewegen kann. Hiervor hatte China Furcht und wollte dies frühzeitig kontrollieren und einschränken. Somit wurde das Projekt Goldener Schild ins Leben gerufen.

Was macht das Projekt?

Das Projekt kümmert sich um das Sperren von unerwünschten Inhalten und Informationen. Erst kurz vor dem 20. Jahrestag des Tian´anmen-Massakers wurde China noch aktiver und weitete die Internetzensur in China massiv aus. Mitunter waren Twitter, Facebook, Youtube und Whatsapp von Sperrungen betroffen. Hier sehen Sie auch noch, welche Webseiten alle noch heute von den Sperrungen betroffen sind.

Was hat Google damit auf sich?

Google bietet eine unendliche Suche an mit unendlichen Suchergebnissen. Diese Suchergebnissen sind nicht nach den Vorgaben von China gefiltert, daher wurde Google zu der Liste der gesperrten Webseiten in China zugeordnet.

Aber Google möchte die Kundschaft in China nicht leicht aufgeben. Es wären über 730 Millionen Internetnutzer allein in China. Eine große Summe für Google.

Im Jahre 2010 hatte Google seine Suchmaschine in China zurückgenommen, weil Google der Ansicht war, dass China die Meinungsfreiheit einschränke. Nun ändert Google seine Meinung und möchte es seitdem erneut versuchen, denn über 730 Millionen Nutzer sind viel. Dieses Jahr kam heraus, dass Google eine zensierte Suchmaschine in China plant. Jedoch nicht als eine Desktopversion, sondern als mobile Version – eine App. Die zensierte Suchmaschine hat den Projektnamen „Dragonfly“ bekommen, was nun heute diskutiert wird. Zudem waren nur einige Hundert Mitarbeiter von diesem Projekt eingeweiht.

Die App von Google für China

Die von Google geplante App ist so programmiert, dass sensible Anfragen unzulässig sind und bestimmte Webseiten wie beispielsweise Wikipedia, BBC News Seiten geblockt werden. Es werden nicht nur Webseiten gefiltert, sondern auch Bilder und Suchvorschläge. Laut The Intercept wurde die App der chinesischen Regierung vorgestellt worden.

Warum entwickelt Google eine App, statt eine Desktopversion als Erstes auf dem chinesischen Markt zu bringen? Es ist bekannt, dass die meisten Chinesen mobil unterwegs sind und viel mobil surfen, daher hält Google es für zielführend, erst eine App zu entwickeln.

China grenzt die Suche im Internet ein

Seit dem „Great Firewall“ existiert, können die Einwohner Chinas nicht alles googeln bzw. das Netz nach allem Möglichen durchsuchen. Soweit wurde das Netz in China zensiert. China möchte sein Volk vor bestimmte Informationen, Themen wie Polizeigewalt, Demokratie und vieles mehr verborgen halten. Ein Beispiel wäre das Massaker im Jahre 1989 – Tian´anmen-Massaker. Dies wurde komplett aus dem Netz genommen, obwohl es auch in China vorgefallen ist, und zensiert.

Folgen durch Google´s China Pläne

Wenn Google, die weltverbreitete, größte Suchmaschine der Welt, einem Land horcht, bedeutet es ein Desaster. Aber ein Sieg für die chinesische Regierung, die nicht nachgibt. Wenn schon die größte Suchmaschine der Welt an Chinas Vorgaben nicht vorbeikommen kann, kann es auch kein anderer. Aber wir wissen nicht, was Google tatsächlich mit diesem gewagten Schritt erreichen möchte.

Google Mitarbeiter protestieren

Es waren nur wenige Hunderte Mitarbeiter von Google über das Projekt „Dragonfly“ informiert. Nun haben es mehr als 1000 Mitarbeiter mitbekommen und sind dagegen, eine zensierte Suchmaschine in China zu veröffentlichen. Diese Mitarbeiter unterschrieben auch eine interne Petition (Drohen-Projekt „Maven“), denn die Mitarbeiter haben das Bedenken, dass die Veröffentlichung gegen die Ethik-Regeln des Unternehmens verstoßen könnte, weil Google keine Informationen zu Menschenrechten, Demokratie, Religion rausgeben wird. Viele Menschenrechtler waren davon empört. Aber „Great Firewall“ von China setzt dies genau voraus.

Bleiben wir gespannt, wie sich das Gesamte wenden wird und was für Folgen aufkommen werden. Was denken Sie, wird Google auf die Wünsche der Mitarbeiter eingehen und die China-Pläne stoppen?