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Webentwicklung

Ein weiterer Datenskandal, diesmal seitens der Suchmaschine Google.

18 Dec, 2018

52 Millionen Accounts gehackt, schon wieder

Das soziale Netzwerk Google Plus aus dem Hause des Suchmaschinengiganten Google sollte im August 2019 vom Markt genommen werden, weil die Daten nicht sicher waren. Google zog darauf hin die Reißleine und Kündigte das Ende des Social Network an. Nun sorgt ein großer Datenskandal für eine schnellere Schließung des Dienstes. Das im Jahr 2011 veröffentlichte soziale Netzwerk Google sollte ursprünglich als Gegenprodukt zur Plattform Facebook geplant. Auch einige Jahre nach der Publikation des Dienstprogramms blieb der erhoffte Erfolg jedoch aus. Die Suchmaschine Google versuchte, neben der Vereinigung verschiedene der hauseigenen Dienste, zusätzlich den Markt der sozialen Netzwerke zu erobern. Doch anstatt der erträumten Akquise nahm die Kritik auf den Dienst Google Plus weiter zu. So wurde im vergangenen Jahr, seitens Google, mitgeteilt, dass das Netzwerk Google Plus im August 2019 vom Markt genommen werden soll. Eine aktuelle Datenpanne verkürzt nun den Prozess der Schließung auf den April kommenden Jahres.

Datenpanne im Hause Google Plus

Aktuell sorgt eine Datenpanne für großen Aufruhr und die Verkürzung des geplanten Schließdatums. So soll eine Software Lücke im API, eine Schnittstelle in der Programmierung, Anwendungsentwicklern unberechtigten Zugang zu persönlichen Daten wie Namen, Beschäftigungen oder auch E-Mail Adressen gewährt haben. Laut dem Wall Street Journal soll die Lücke bereits seit dem Jahr 2015 vorhanden und erst 2018 entdeckt worden sein. So sollen rund 52 Millionen Nutzerdaten frei zugänglich gewesen sein. Für einen klaren Datenmissbrauch soll Google über keine klaren Hinweise verfügen, das Datenleck ausschließen könne der Suchmaschinengigant aber trotzdem nicht. Durch die Tatsache, dass Google nicht genutzte Informationen aus datenschutzrechtlichen Gründen nur 14 Tage speichert, kann auch die Ausnutzung des Softwarefehlers nicht genau bestätigt werden. Nach der Entdeckung der Lücke im System habe sich Google zunächst dazu entschlossen, die Öffentlichkeit nicht zu informieren. Grund dafür sei die Sorge für große Aufmerksamkeit seitens Regierungsbehörden und dem Vergleich mit den vorhandenen Facebook-Skandalen gewesen sein. Schon Oktober wurde ein Fehler in der Software für die öffentliche Zugänglichkeit von 500.000 Accounts verantwortlich gemacht.