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Webentwicklung

Das Ende von Google+ was folgt jetzt?

10 Oct, 2018

Was darf es denn dieses Mal sein?

Ein neuer Tag in der Techwelt, ein neuer Datenskandal. Dieses Mal trifft es Google+. Den Angaben von Wall Street Journal nach, hatte Google eingeräumt das rund 500.000 Userkonten über einen ähnlichen Fehler wie beim Facebook Datenskandal von Dritten ausgelesen werden konnte. Das Wall Street Journal berichtete am 08.10.2018 darüber, das Google diesen Fehler bereits im März kannte. Die Sicherheitslücke umgehend geschlossen hatte und weitere Schritte eingeleitete hatte. Publik machen wollte man die Lücke dennoch nicht. Da es wahrscheinlich ein ungünstiger Zeitpunkt gewesen wäre.

Die Lücke und das Ende von Google+

Google+ wird geschlossen. Das alles nur wegen einer App-Schnittstelle? Was hat das für Folgen? Was wird aus den Nutzern? Mehr dazu im Blog. Doch was genau soll man unter diesen Schlüssen nun verstehen. Zu aller erst will Google seine Social Media Plattform Google+ für Privat Nutzer schließen. Dadurch räumt man sich auch Versagen im Zweikampf mit dem Platzhirsch Facebook ein. Nach Alphabets eigenen Angaben (Der Dachgesellschaft die über Google gegründet wurde) würde Google+ sich für Privatnutzer eh kaum rentieren und die meisten Interaktionen seien bereits nach wenigen Minuten schon wieder vorüber. Eine weitere Neuerung die man aus dem Datenskandal bei Google ziehen möchte, ist eine Verschärfung des Datenschutzes bei Google Mail Konten. Die Schritte die Google allerdings eingeräumt hat zu tätigen, waren für viele Experten fragwürdig. Warum hat Google also die Sicherheitslücke nicht bereitwillig schon im März bekannt gegeben. Waren es ja eigentlich die Daten der Nutzer die dort geklaut wurden.

Die seit März bekannte Lücke kam einfach zu einem für das Unternehmen ungünstigen Zeitpunkt. Alle Welt schaute zu diesem Zeitpunkt auf Facebook und den Cambridge Vorfall. Ein Datenskandal zu diesem Zeitpunkt hätte den negativen Shitstorm von Facebook unnötig weiter anheizen können und auch Google ins Zentrum des Sturms gelegt. Anstatt also eine Firmenuntersuchung zu erlauben, wird die Plattform einfach gelöscht. Man könnte sagen, es wurde digital unter den Teppich gekehrt. Nicht gerade die feine englische Art aber ein klarer Schritt.

Welche Daten sind betroffen?

Dennoch wurde der Fehler sofort behoben. Einsehbar waren der Name der Nutzer, die E-Mail Adresse sowie der Beziehungsstatus das Geschlecht und das Alter. Alle anderen Daten waren, nach Google, sicher und weiterhin für niemanden einsehbar. Alphabet gab auch an, dass dies nicht der einzige Grund sei, warum man in Zukunft auf den Social Media Ableger verzichten möchte. Der eigentliche Grund soll zu hohe Ansprüche der Nutzer sein. Google hat es nach eigenen Angaben nicht geschafft, eine wirksame Konkurrenz für Facebook auf die Beine zu stellen. Darum sehe man die Niederlage ein und schließe die Plattform daraufhin.

Fazit

Das Ende von Google+ tritt aber nicht sofort in Kraft. Die Nutzer bekommen die Möglichkeit ihre Daten zu sichern, sich noch in Ruhe darauf vorzubereiten und einen flüssigeren Übergang zu den anderen Social Media Accounts zu bestreiten. Google möchte den Nutzern sogar noch Möglichkeiten geben, die Daten leichter zu extrahieren. Ein Google+ 2 sei vorerst nicht zu erwarten. Google zieht sich damit erst einmal vollständig aus dem Social Media Bereich zurück.

Eine letzte Folge des Datenlecks wird ein neuer Datenschutz und weitere Kontrollmechanismen sein. Diese werden in den kommen Updates enthalten sein und sich mit einem höheren streben nach Datensicherheit, seitens Google verknüpfen. Wir finden diese Bestrebungen zwar sehr löblich, möchte an dieser Stelle aber einmal anmahnen, dass diese Grundgedanken nach Datensicherheit meistens erst nach einem Leck oder Angriff erfolgen.