Februar 4, 2019

Onsite Personalisierung

Die Onsite Personalisierung

Experten zufolge wird der Boom im E-Commerce die kommenden Jahre anhalten. Doch mit den Wachstumsraten steigt auch der Wettbewerbsdruck. Darüber hinaus werden die Erwartungen der Kunden an das Kauferlebnis höher.

Eine eher schwere Ausgangssituation für mittelständische Online-Shops und Start-ups, die es nicht leicht haben neben den Großen wie Amazon oder Zalando ein ertragreiches Spezialgebiet zu finden. Deshalb ist es wichtig so viel Umsatz wie möglich mit den Besuchern und Kunden des eigenen Online-Shops zu generieren. Wir helfen Ihnen dabei. Indem wir Sie mit 10 Tipps und Tricks ausrüsten, die Ihren Traffic optimieren.

Im folgenden Beitrag lesen Sie, wie Sie mit Onsite-Personalisierung Ihren Umsatz steigern können, ohne mehr Traffic generieren zu müssen. Weil Sie den Traffic, der vorhanden ist, einfach besser nutzen. Machen Sie mehr aus weniger.

Tipp #1: personenbezogene Botschaften

Über 90 % aller Shop-Besucher wenden sich von der Webseite ab ohne Kauf, Buchung oder Kontaktaufnahme. Um den Absprung des Besuchers frühzeitig zu erkennen, werden häufig Exit Intent Layer eingesetzt. Der Besucher wird mit einem ansprechenden Impuls auf der Seite gehalten. Dennoch schöpfen viele Shops das Potenzial nicht aus. Der User sollte nicht mit Standard-Overlays genervt werden, sondern auf ihn zugeschnittene Botschaften erhalten. Dabei sollten z.B. Gutscheine für den kostenlosen Versand nicht wahllos verschenkt werden, weil sie sonst nicht mehr als spezielles Angebot wahrgenommen werden.

Tipp #2: Produktempfehlungen

Wann kaufen Kunden Produkte bei Ihnen? Genau, wenn Sie sich gut beraten fühlen. Versuchen Sie Ihren Shop-Besucher mit zusätzlichen Produktempfehlungen zu Spontankäufen zu animieren. Doch es gilt einige Punkte zu beachten: einen echten Mehrwert kann man dem Kunden nur bieten, wenn die Empfehlungen sich an der einzigartigen User Journey ausrichten. Dies schaffen Sie mittels leistungsfähigen Recommendation Engines, die das Klick- und Kaufverhalten untersuchen und sehr zeitnah auf den Besucher zugeschnittene Produktempfehlungen dort positioniert, wo diese wahrgenommen werden. Hier gibt es selbstlernende Systeme, die permanent unbemerkt die Klickraten verbessern: Dazu werden erst unterschiedliche Layout-Versionen geprüft, z.B. InPage-Banner gegenüber Overlay gegenüber Exit Intent. Dann hinterlegen Sie je nach Bedarf alternierende Algorithmen. So werden dem User Vorschläge gemacht, die ihn wirklich interessieren, beispielsweise eine Alternative zu dem gesuchten ausverkauften Notebook oder die passende Hose zum Hemd.

Tipp #3: Rückkehrer belohnen

Durch geschickt eingebaute Suchhistorien wird dem Besucher der Weg zum zuletzt aufgerufenen Artikel erleichtert. Das frischt das Kaufinteresse noch einmal auf. Gerade Besucher, die zwischenzeitlich andere Online-Shops durchsuchen, kommen wieder und müssen das Produkt ansonsten erneut suchen. Daher ist es empfehlenswert die Recently Viewed Products z.B. in Form einer konsistenten Platzierung (Sticky Bar) auf der Webseite zu positionieren.

Tipp #4: Promotions

Promotions sind eine universelle Marketingmaßnahme für Online-Shops. User werden auf die Webseite gelockt und ihre Kaufschwelle hinab gesenkt. Solche Aktionen sollten nicht nur auf der eigenen Homepage angepriesen werden. Zudem sollten die Aktionen zur besseren Sichtbarkeit auf passende Kategorieseiten eingefügt werden und außerdem über Entry und Exit Intents hervorgehoben propagiert werden.

Tipp #5: Newsletter

Newsletter haben sich als eines der grundlegenden Tools im Email-Marketing bewährt. Zur Steigerung der Abonnentenzahlen sollten für Newsletter Overlays auf der Webseite auftauchen. Jedoch dürfen sich die Besucher auch nicht durch das Overlay belästigt fühlen. Darüber hinaus sollte es nicht passieren, dass der Layer bei bestehenden Newsletter-Abonnenten eingeblendet wird. Das Ausmachen von Abonnenten und das Deaktivieren der Layer geschieht über die CRM-Daten im Shopsystem oder durch besondere Tracking-Parameter. Auch wichtig: die Anpassung der Layer an mobile Endgeräte.

Onsite Personalisierung – Teil2

Tipp #6: Interessebasiertes Targeting

Leistungsfähige Technologie zum Targeting schafft es bereits nach einer geringen Anzahl von Klicks den Webseitenbesucher detailliert anzusprechen. Ganz gleich, ob es sich um den ersten Besuch auf Ihrer Webseite handelt oder es ein wiedergekehrter Besucher ist, ist es so möglich zeitnah Content passgenau zu den persönlichen Vorlieben auszuspielen, z.B. bezüglich einer speziellen Marke oder Produktkategorie. Professionelle dynamische Segmentierung geht aber noch weiter und „lernt“ zwischen spontanen, zeitlich begrenzten und dauerhaften Interessen des Users zu unterscheiden. Ein Beispiel: Ein Mann sucht nach einem Damenparfüm für seine Frau (temporäres Interesse). Die Recommendation Engine erkennt jedoch, dass es sich um einen männlichen Besucher handelt (dauerhaftes Interesse „Mode männlich“) und bietet ihm daraufhin weiterführend zum Parfüm auch ein Hemd in passender Größe, um somit den Warenkorbwert durch einen Spontankauf zu erhöhen (spontanes Interesse).

Tipp #7: Personalisierte Landingpages

Um die Leistungskennzahl (Key Performance Indicator) zu steigern und den kostenaufwendig eingekauften Traffic intensiver nutzen zu können, sollten Layout und Themen der Landingpages dynamisch an die Herkunft des Users eingestellt werden: Die Recommendation Engine orientiert sich am Kanal und den individuellen Keywords und zeigt personalisierte Empfehlungen wie Similar Products, thematisch passende Topseller oder Promotions an – idealerweise oberhalb des Produkts direkt im Sichtfeld des Users.

Tipp #8: mobile Endgeräte sind vorrangig

Laut des Digitalverbands Bitkom verwenden rund 40% aller Nutzer, die online einkaufen, das Smartphone dazu. Dies entspricht einem Anstieg von 100% in 2 Jahren. Doch Vorsicht: die kleinen Displays stellen außerordentlich hohe Forderungen an das Design und die Usability der verwendeten Onsite-Elemente. Damit Ihre Kunden ein gutes Einkaufserlebnis haben, sollten Sie unter allen Umständen das Einkaufsverhalten der Zielgruppe berücksichtigen und alle wichtigen Targeting-Maßnahmen geschickt auf mobile Endgeräte übertragen.

Tipp #9: Kundenbindung

Sie sollten Ihre Bestandskunden ehren, denn diese hinterlassen pro Besuch einen 3-mal höheren Umsatz. Wer nur Neukunden mit Belohnungen wie Rabatten und Coupons überschüttet, verschwendet Verkaufschancen in der Zielgruppe der treuen Bestandskunden. Dabei können heutige Shopsysteme ohne Probleme in der Lage, Bestandskunden beim Einstieg auf die Webseite wiederzuerkennen. Zudem können diese per Data Mining Verhaltensmuster untersuchen und die Interaktion mittels gut gesetzter Reize zu optimieren.

Tipp #10: Gutschein-Marketing

Effektives Gutschein-Marketing kann viel mehr als bloß Preisermäßigungen zu verschenken. Diese sollten bitte nur zielgerichtet benutzt werden, beispielsweise um Warenkörbe zu erhöhen oder zögernde Kunden zum Kauf zu animieren. Wird im Warenkorb ein Wert oberhalb 70 Euro erzielt, wird ein Coupon über 10 Euro ausgespielt, der ab einen Warenwert von 100 Euro einlösbar ist.

Zum Abschluss

Wir hoffen unsere 10 Tipps zur Onsite Personalisierung konnten Ihnen etwas neues zeigen, was Sie auch anwenden. Wenn Ihnen das alles zu viel ist, überlassen Sie das besser unseren Experten von www.my-webnet.de.

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